Bismarckturm-Planungen Polen

Neununddreißig nicht realisierte Bismarckturm-Projekte


Auf dem heutigen Gebiet von Polen wurden vierzig Bismarcktürme errichtet. Neununddreißig geplante Bismarcktürme wurden nie realisiert.

In folgenden Orten sollten die Bauwerke gebaut werden:


  1. Allenstein
  2. Berent/Karthaus (Turmberg)
  3. Bismarckhütte
  4. Briesen
  5. Bunzlau
  6. Danzig-Oliva
  7. Driesen
  8. Freiburg (Schlesien)
  9. Freystadt
  10. Friedeberg (Neumark)
  11. Gleiwitz
  12. Goldap
  13. Greiffenberg (Kreis Löwenberg)
  14. Grünkirch (bei Argenau)
  15. Heiligenbeil
  16. Jauer
  17. Kreuzburg
  18. Lauban
  19. Leutmannsdorf
  20. Liegnitz
  21. Lissa
  22. Löwenberg
  23. Lyck
  24. Marienwerder
  25. Mewe
  26. Mogilno
  27. Osterode
  28. Pelplin
  29. Pyritz
  30. Rawitsch
  31. Schweidnitz
  32. Schwetz /Weichsel
  33. Seidenberg
  34. Soltnitz (bei Neustettin)
  35. Strasburg in Westpreußen
  36. Strelno
  37. Striegau
  38. Tarnowitz
  39. Winzig bei Wohlau

Nähere Angaben zu den Bismarckturm-Projekten in Polen

Von Allenstein bis Winzig bei Wohlau


1. Planung Bismarckturm Allenstein

Ende 1910/Anfang 1911 beschloss der Deutsche Ostmarkenverein, ein Bismarckdenkmal in Allenstein zu errichten, welches am 01.04.1915 eingeweiht werden soll. Anfang 1914 soll statt eines Denkmals ein Bismarckturm gebaut werden. Es wurde ein Ausschuss zur Aufstellung eines Bismarckturmes gebildet. Der Bismarckturm sollte nahe der Luftschiffhalle Diwitten bei Allenstein errichtet werden.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 1, S. 9); Jg. 1914 (Nr. 1, S. 9)

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2. Planung Bismarcksäule Berent bei Karthaus

Im Sommer 1889 war auf dem Turmberg ein 15 m hoher Aussichtsturm aus Feldsteinen errichtet worden, der später zugunsten des Bau einer Bismarcksäule abgerissen wurde.

Auf einer Sitzung der Berenter Ortsgruppe des Deutschen Ostmarkenvereins im Dezember 1900 plante dieser - zusammen "mit vaterländischen und patriotischen Vereinigungen" - auf dem Turmberg bei Karthaus, "dem höchsten ural-baltischen Landrückens in Preußen", eine Bismarcksäule zu errichten. Zu diesem Zweck wurde ein "Bismarcksäulen-Ausschuss zum Besten der Erbauung der Säule auf dem Turmberge" gegründet. Zunächst wurde ein Aufruf zur Errichtung eines Bismarckturmes auf dem Turmberg veröffentlicht.

Es wurde ein Wettbewerb zur Erlangung eines Turmentwurfs durchgeführt.

Der Ausschuss wählte zur Ausführung den eingereichten Entwurf von Baumeister Friedrich Möller aus Berlin (Platz 2 des Wettbewerbs). Baumeister Möller (entwarf auch den Bismarckturm auf dem Knivsberg in Dänemark) hatte vor der Einreichung seines Entwurfs den Bauplatz besichtigt. Der geplante Turm sollte eine Höhe von 24,20 m haben, der Durchmesser sollte 7 m betragen. Zwei Drittel des Turmes sollten aus Feldsteinen (Granitfindlingen), ein Drittel aus Ziegeln gebaut werden. Das Bauwerk hatte oben eine Plattform, auf dessen vier steinernen Säulen ein Feuerbecken installiert werden sollte. Unterhalb der Plattform sollte auf der Frontseite der Name "BISMARCK" angebracht werden.

Im August 1903 war geplant, zur Finanzierung eine Lotterie durchzuführen, die im November 1903 behördlich genehmigt wurde (50.000 Lose à 1 Mark). Der Hauptgewinn war ein Silberschrank im Wert von 3.000 Mark.

Im April 1904 stiftete der Kreistag 3.000 Mark, Ende 1904 der Kreissauschuss des Kreises Berent ebenfalls 3.000 Mark.

Die Baukosten für den Bismarckturm wurden im Frühjahr 1904 auf 35.000 Mark geschätzt, der Baufonds lag zu dieser Zeit bei 4.450 Mark. Zudem wurden bis Mai 1904 30.000 Lose verkauft. Der Reingewinn aus der Lotterie betrug Ende 1904 insgesamt 5.454,13 Mark.

Am 22.02. und 26.02.1905 wurden in Berent zwei Unterhaltungsabende zugunsten der Bismarcksäule veranstaltet.

Im Sommer 1906 war der Baufonds auf 18.394 Mark, Anfang 1900 auf 19.000 Mark angewachsen.

Am 12.02.1907 wurde zum Besten der Bismarcksäule das von Pfarrer Harder aus Berent verfasste Schauspiel in fünf Akten "Das letzte Starost von Berent 1772" aufgeführt.

Am 21.06.1908 wurde der Grundstein des Turmes gelegt. Die Bauausführung sollte durch Bauunternehmer Triebes aus Karthaus erfolgen.

Im Jahr 1913 wurden vom Deutschen Ostmarkenverein weiterhin Sammlungen für den Bismarckturm durchgeführt, dessen Baukosten nun auf 36.000 Mark geschätzt wurden. Im Frühjahr spendete der Provinzialausschuss der Provinz Westpreußen den Betrag von 2.000 Mark zur Errichtung der Feuersäule und eines Festplatzes vor der Säule.

Letztendlich wurde nur das Turmfundament gelegt und der Weiterbau erfolgte aus unbekannten Gründen nicht. Die Turmfundamente des geplanten Bismarckturmes waren in den 1990er Jahren noch erhalten.

Später wurden auf dem Turmberg drei hölzerne Aussichts- und Feuerwachttürme gebaut, die nicht mehr erhalten sind (keine Bismarcktürme). Im Jahr 1996 wurde auf dem Sattel zwischen den beiden Gipfeln des Turmberges der 35 m hohe Kaschubiner Aussichtsturm Johannes Paul II., eine Eisen-Beton-Konstruktion, errichtet.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1903 (Nr. 5, S. 9); Jg. 1904 (Nr. 2, S. 4; Nr. 6, S. 3; Nr. 9, S. 2; Nr. 11/12, S. 10); Jg. 1905 (Nr. 2, S. 6; Nr. 5, S. 7); Jg. 1906 (Nr. 7/8, S. 113); Jg. 1907 (Nr. 3, S. 44; Nr. 5, S. 71); Jg. 1908 (Nr. 4, S. 57); Jg. 1913 (Nr. 11/12,, S. 170); Jg. 1914 (Nr. 6/7, S. 77)

- Stadtarchiv Weißenfels, Akte A II 10 745

- von Bismarck, Valentin: Bismarck-Feuersäulen u. Türme (unveröffentlichtes Manuskript); Nr. 164 "Bismarck-Feuersäule auf dem Turmberg bei Schönberg Kreis Karthaus", 1900-1915, 1937 (im Archiv der Burschenschaft Alemannia, Bonn)

- Carthaus und die Kassubische Schweiz, Führer durchs Marienparadies von Wilhelm Schwandt, A.W. Kafemann G.m.b.H. Danzig, o. J. (um 1903), S. 56

- Akademische Blätter, Zeitschrift des Kyffhäuser-Verbandes der Vereine Deutscher Studenten, 17. Jg. (Nr. 3 vom 01.05.1902)

- Ehrhardt, Max: Bismarck im Denkmal des In- und Auslandes, Thüringische Verlags-Anstalt Eisenach-Leipzig, 1903: 2. Teil, Nr. 18: „Die Bismarcksäule auf dem Turmberg bei Danzig (Ostm.)

- Deutsche Zeitung vom 12.12.1900 und 23.04.1902

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3. Planung Bismarckturm Bismarckhütte

Ende 1904/Anfang 1905 sollten für die Gemeinden Bismarckhütte und Schwientochlowitz ein Wasserbehälter in Bismarckhütte errichtet werden. Dieser sollte gleichzeitig als Bismarckturm errichtet werden. Das Bauwerk sollte architektonischen Schmuck erhalten und mit einer Aussichtsplattform versehen werden. Der Wasserturm selbst sollte 110.000 Mark kosten, die Mehrkosten wegen der Umgestaltung sollten relativ "gering sein".


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 2, S. 6)

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4. Planung Bismarckturm Briesen

Bereits vor 1907 wurde in Briesen am Stammtisch des Hotels "Schwarzer Adler" für den Bau eines Bismarckturm gesammelt. Bis Ende 1910 war der Grundstock für den Baufonds erst auf rund 1.400 Mark angewachsen. Am 18.01.1911 wurden zum Besten des Bismarck-Turmfonds Sternblumen verkauft, der Erlös betrug 243 Mark. Nun wollte der Stammtisch "weitere Kreise für den Plan wecken", um das Bauwerk am 01.04.1915, zum 100. Geburtstag von Otto von Bismarck, einweihen zu können.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1907 (Nr. 3, S. 44); Jg. 1911 (Nr. 5, S. 90)

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5. Planung Bismarckturm Bunzlau

Am 01.04.1905 wurde auf einem Bismarck-Kommers in Bunzlau 551 Mark für die Errichtung eines Bismarckturmes auf der Wehrhöhe gesammelt. Es wurde ein Arbeitsausschuss für die weiteren Planung unter Vorsitz von Landrat von Rosenstiel gegründet, welcher am 18.04.1905 zum ersten Mal tagte.

Am 09.01.1906 fand zugunsten des geplanten Bauwerks ein Konzert im Stadttheater statt. Kurz darauf wurde in Klitschdorf eine Theatervorstellung gegeben, dessen Erlös dem Turmbaufonds zu Gute kam.

Im Frühjahr 1907 plante man eine Lotterie zur Gewinnung von Geldmitteln für den Bau, welche kurz darauf behördlich genehmigt wurde. 6.000 Lose wurden ausgegeben.

Im Jahr 1911 verstarb Rentner Tämmer, die Witwe stiftete 6.000 Mark für den Turmbaufonds.

Bis zum Frühjahr 1910 wuchs der Baufonds auf rund 10.000 Mark. Die städtischen Behörden hatten sowohl den Baugrund auf der Wehrhöhe als auch die Wege zum geplanten Turm unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

"Entwurf III" von Stadtbaurat Scherer, eine 20,60 m hohe Feuersäule mit Aussichtsmöglichkeit (Kosten: 21.000 Mark), sollte ausgeführt werden.


Beschreibung des Entwurfs: Durch ein wuchtiges Portal gelangt man zu einer Freitreppe, die in eine künstlerisch ausgestaltete Gedächtnishalle führt. Über eine 1 m breite Eisen-Beton-Treppe erreicht man über mehrere Podeste die obere Plattform des Turmes, wo auf einem Aufbau eine Feuerschale installiert ist.

Die Grundsteinlegung war für den 01.04.1915 geplant.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10); Jg. 1906 (Nr. 1, S. 13; Nr. 4, S. 59); Jg. 1907 (Nr. 5, S. 70); Jg. 1911 (Nr. 8, S. 152); Jg. 1914 (Nr. 6/7, S. 76/77)

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6. Planung Bismarckturm Danzig-Oliva

Im Jahr 1905 planten Bismarck-Verehrer in Oliva, im Königlichen Wald einen Bismarckturm zu errichten. Der örtliche Verschönerungsverein stellte für dieses Projekt 500 Mark zur Verfügung.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 5, S. 7)

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7. Planung Bismarckturm Driesen

Im Jahr 1905 wurde in Driesen ein Bismarckverein gegründet, welcher auf den Vordammer Höhen in Driesen einen Bismarckturm errichten wollte. Bitte Mitte 1905 wurden 1.200 Mark an Spenden gesammelt, die Baukosten sollten 6.000 Mark betragen.

Bis 1912 kamen nur wenige weitere Spendengelder zusammen, sodass auf der Generalversammlung des Bismarckverein beschlossen wurde, statt eines Bismarckturmes einen Bismarck-Brunnen zu errichten. Dieser sollte auf dem Festungsplatz vor den Anlagen gebaut werden. Die Kosten für den Brunnen wurden auf 5.000-6.000 Mark geschätzt.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10); Jg. 1912 (Nr. 6, S. 77)

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8. Planung Bismarckturm Freiburg (Schlesien)

Die Schützengilde in Freiburg (Schlesien) regte 1912/1913 den Bau eines Bismarckturmes auf einer Anhöhe in der Nähe der Stadt an. Kurz darauf wurde die Dammershöhe in Freiburg (Schlesien) als Bauplatz für den Turm bestimmt. Die Kosten des Baus wurden auf 20.000 Mark veranschlagt. Das Protektorat des Unternehmens übernahm Fürst von Pleß. 

Die Einweihung des Bismarckturmes war für den 01.04.1915 geplant.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1913 (Nr. 3, S. 39; Nr. 6/7, S. 95)

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9. Planung Bismarckturm Freystadt

Anfang 1911 lud Bürgermeister Wende die Bürgerschaft Freystadts zu einer Versammlung im Hotel Kaiserhof ein, um einen Ortsausschuss für die Errichtung eines Bismarckdenkmals in Freystadt zu gründen.

In den Ortsausschuss wurden "55 Herren der verschiedensten Stände gewählt". Aus diesem Ortsausschuss wurde ein geschäftsführender Ausschuss gewählt. Innerhalb weniger Wochen waren 1.500 Mark für das Bauprojekt gesammelt worden. Geplant war, den Hügel am Stadtsee von Grundbesitzer Otto König zu erwerben, um auf diesem Hügel einen monumentalen Bismarckturm zu errichten.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 5, S. 91)

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10. Planung Bismarcksäule Friedeberg (Neumark)

Bereits vor 1899 planten Bismarck-Verehrer den Bau einer Bismarcksäule in Friedeberg (Neumark). Im April 1899 nahm Landrat von Bornstedt "die Sache in die Hand". In einer Versammlung zur Errichtung einer Bismarcksäule wurde "ein aus fünf Herren bestehendes Komitee" gewählt, die die weitere Ausführung des Projekts Bismarcksäule fördern sollte.


Quellen

- Staatsbürger Zeitung vom 29.04.1899

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11. Planung Bismarckturm Gleiwitz

Auf dem Deutschen Tage in Gleiwitz im September 1903 wurde beschlossen, einen Bismarckturm zu errichten.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1903 (Nr. 5, S. 9)

- Bonner Zeitung vom 18.09.1903

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12. Planung Bismarckturm Goldap

Bismarck-Verehrer in Goldap planten Anfang 1907, auf dem Goldaper Berg einen Bismarckturm zu errichten. Es wurde ein Komitee unter Vorsitz des Landrates gebildet.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1907 (Nr. 3, S. 44)

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13. Planung Bismarcksäule Greiffenberg (Kreis Löwenberg)

Im Jahr 1911 wurde in Neundorf ein Komitee zur Errichtung einer Bismarcksäule in Greiffenberg gebildet. Die Säule sollte auf der Scholtzen- oder Gründerhöhe, einer von der Bah aus gut sichtbaren Bergkuppel zwischen Leopoldskapelle und Greiffenstein, errichtet werden. Vorsitzende des Komitees waren Hauptmann Freiherr von Bock sowie Gemeindevorsteher Seifert. Bauergutsbesitzer Gründer hatte sich bereit erklärt, sowohl den Bauplatz als auch die benötigten Steine unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Das Komitee veröffentlichte einen Aufruf zur Gewinnung von Spendenmitteln für den geplanten Bismarckturm.

Im Jahr 1912 wurde ein Verein unter Vorsitz von Freiherr von Bock gegründet, um das Projekt weiter voran zu treiben. Die Einweihung des Bismarckturmes war für den 01.04.1915 geplant.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 9, S. 167; Nr. 10, S. 182/183); Jg. 1912 (Nr. 6, S. 74/5; Nr. 6, S. 77)

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14. Planung Bismarcksäule Grünkirch (bei Argenau)

Anfang 1910 plante der Kriegerverein in Grünkirch, vor der Kirche eine Bismarcksäule zu errichten [Anm.: ggf. war hier aufgrund des Standortes ein Bismarck-Obelisk statt einer Bismarcksäule geplant].


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1910 (Nr. 5, S. 79)

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15. Planung Bismarckturm Heiligenbeil

Die Ortsgruppe Heiligenbeil des Deutschen Ostmarkenvereins unter Vorsitz von Dr. Große (Direktor der landwirtschaftlichen Realschule) plante den Bau eines Bismarckturmes in Heiligenbeil.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10)

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16. Planung Bismarckturm Jauer

Anlässlich einer Bismarckfeier des Ostmarken- und Flottenvereins am 01.04.1905 in Jauer planten beide Vereine, in Jauer einen Bismarckturm zu errichten. Im Frühjahr 1906 waren bereits 320 Mark in bar gesammelt und 1.000 Mark für das Bauprojekt gezeichnet worden.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10); Jg. 1906 (Nr. 7/8, S. 113)

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17. Planung Bismarcksäule Kreuzburg (wahrscheinlich Kreuzburg in Oberschlesien)

Bereits vor 1904 planten Bismarck-Verehrer in Kreuzburg den Bau einer Bismarcksäule. Anfang 1904 veranstaltete das Königlich-evangelische Schullehrerseminar ein Konzert zum Besten der Bismarcksäule Kreuzburg.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1904 (Nr. 6, S. 3)

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18. Planung Bismarcksäule Lauban

Auf der Bismarckfeier des Oberlausitzer Heimatbundes Anfang 1914 regte Lehrer Bertram den Bau einer Bismarcksäule auf dem Steinberg in Lauban an. Die Anregung wurde begeistert aufgenommen und es wurde geplant, dass die Feuersäule zum 100. Geburtstag von Otto von Bismarck, am 01.04.1915, zum ersten Mal befeuert wird.

Ende 1913/Anfang 1914 lud der Vorstand des Oberlausitzer Heimatbundes alle national gesinnten Kreise zu einer Versammlung ein, die von Major z.D. Reichert geleitet wurde. Die Grundsteinlegung wurde nun auf den 01.04.1915 terminiert. Das Bauwerk sollte "möglicherweise in den Dienst der vaterländischen Luftschifffahrt als Leuchtsignalturm gestellt werden" (Blinksignalanlage).

Das massive Bauwerk sollte aus Basaltsteinen gebaut werden.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1913 (Nr. 4, S. 57); Jg. 1914 (Nr. 1, S. 10)

- Gubener Zeitung vom 03.01.1914

- Liegnitzer Tageblatt vom 10.01.1914

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19. Planung Bismarcksäule Leutmannsdorf

Bismarck-Verehrer planten die Errichtung einer Bismarcksäule auf einer Anhöhe bei Mittel-Leutmannsdorf, direkt an den Vorbergen des Eulengebirges.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1910 (Nr. 1/2, S. 21)

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20. Planung Bismarckturm Liegnitz

Im Jahr 1904 planten die Getreuen von Liegnitz die Errichtung eines Bismarckturms auf der Siegeshöhe, südlich der Goldberger Chaussee. Die Grundsteinlegung war für den 01.04.1905 geplant, konnte aber zeitlich nicht eingehalten werden.

Mitte Januar 1905 konstituierte sich ein "Komitee zur Errichtung eines Bismarck-Turms". Zum Ehrenausschuss des Komitees gehörten alle Zivil- und Militärbehörden mit dem Liegnitzer Regierungspräsidenten Günther Freiherr von Seherr-Thoß (*1859-†1926) an der Spitze. Vorsitzender des Arbeitsausschusses wurde Schuldirektor Dr. Leonhardt. Dem Allgemeinen Ausschuss gehörten "65 Herren aus Stadt und Land" an.


Die Kosten des Turmes wurden ursprünglich auf 15.000-20.000 Mark geschätzt, verteuerten sich später (1911) auf rund 30.000 Mark. Im Jahr 1905 wurden Spendensammellisten in Umlauf gebracht. Ende 1907 lag der Baufonds für den Bismarckturm bei 7.400 Mark.

Am 05.04.1908 wurde im Rahmen einer Feier und in Anwesenheit der staatlichen, militärischen sowie der Stadt- und Kreisbehörden die Grundsteinlegung durchgeführt. Hierbei wurde in den Ansprachen geäußert, dass der Platz des Turmes eine bedeutende Ebene ist, die nach Schwarzwasser und Katzbach abfällt und der höchste Punkt der näheren Umgebung ist. "Von hier aus wird das Feuer des Turmes weithin bis zum Riesengebirge gesehen werden".


Beschreibung des projektierten Turmes: Über einen Sockel wird eine Halle mit einer Grundfläche von 9,0 x 9,0 m errichtet. Darüber erhebt sich der quadratische Turmschaft in eine Höhe von 16 m. In etwa 20 m Höhe ist ein Umgang vorhanden. Hierüber schließt sich ein runder Aufbau mit einer Aussichtshalle an, die an Festtagen erleuchtet werden soll, bekrönt von einer Feuerschale. Die Gesamthöhe des Turmes soll etwa 32 m betragen.


Im Jahr 1909 wurde ein "Bismarck-Turm-Verein" gebildet, um die Sammlungen für den Turm zu beschleunigen. An die Bewohner des Stadt- und Landkreises wurde ein Beitritts-Aufruf gerichtet, damit diese für 2 Mark pro Jahr Mitglied des Vereins werden.

Im Jahr 1911 war der Baufonds auf 16.000 Mark angewachsen. Dies war zu wenig für den Baubeginn, da die Gesamtsumme für den Turmbau nun auf 30.000 Mark geschätzt wurde. Erneut wurden die Einwohner von Liegnitz um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Einweihung des Bismarckturmes war nun auf dem 10.04.1915 festgesetzt worden.

Am 23.01.1912 fand eine weitere Sitzung des Arbeitsausschusses statt.

Aufgrund der hohen Kosten des ursprünglichen Entwurfs wurde vor 1914 ein neuer, vereinfachter und kostengünstiger Turm-Entwurf von Stadtbaurat Oehlmann erstellt (27 m hoch, Turmschaft mit 7 m Durchmesser, mit Plattform und "Feuerstelle", im Unterbau eine Gedächtnishalle). Vor dem Turm war ein 4.000 m² großer Festplatz für ca. 8.000 Personen geplant. Die Bauarbeiten sollten von Maurermeister Werner durchgeführt werden.

Im März 1914 war der Turmbaufonds auf 21.000 Mark angewachsen.

Die Bismarck-Turm-Verein änderte 1914 auch den Standort des geplanten Turmes, dieser sollte nun auf der anderen der Goldberger Landstraße (Rufferpark) errichtet werden. Trotz der Grundsteinlegung auf der Siegeshöhe wurde von diesem Bauplatz abgesehen, weil der Verein befürchtete, die Genehmigung der Stadt nicht zu bekommen.

Bezüglich des neuen Turmstandortes im Rufferwäldchen gab es Kritik, weil dieses als Wald und nicht als Parkanlage genutzt werden sollte. Zudem gaben die 5 m breiten Hauptwege zum geplanten Festplatz, die das "Rufferwäldchen durchschneiden", Anlass zu weiterer Kritik.

Am 28.06.1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, wurde im Schießhaus ein Rosenfest (5.000-6.000 Besucher) gefeiert, dessen Ertrag zugunsten des Bismarckturms bestimmt war.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1904 (Nr. 6, S. 3; Nr. 9, S. 2); Jg. 1905 (Nr. 5, S. 6) ; Jg. 1906 (Nr. 7/8, S. 112); Jg. 1907 (Nr. 5, S. 71; Nr. 12, S. 216); Jg. 1908 (Nr. 5, S. 80); Jg. 1909 (Nr. 7/8, S. 127); Jg. 1911 (Nr. 5, S. 92; Nr. 10, S. 183); Jg. 1912 (Nr. 2/3, S. 35)

- Elsner, Werner: Liegnitzer Stadtgeschichte 1912-1932, Historische Gesellschaft Liegnitz e.V., IV. Band, S. 12

- Liegnitzer Heimatbrief: Nr. 3 Mai/Juni 2000, S. 68; Nr. 2 März/April 2001, S. 57-58

- Liegnitzer Tageblatt vom 31.03.1914; 07.05.1914

- Berliner Tageblatt vom 07.07.1914

- Mittelbadischer Courier vom 21.07.1914

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21. Planung Bismarckturm Lissa

Vor 1914 war der Bau eines Bismarckturmes in Lissa geplant. Im Jahr 1914 wurde ein Bismarckturm-Komitee gegründet, um die Vorarbeiten durchzuführen und einen Aufruf zu veröffentlichen. Die Einweihung des Turmes war für den 01.04.1915 geplant. Am Kornblumentag 1914 in Lissa wurde die Einnahmen zum Besten des Bismarckturmes gespendet (2.158,50 Mark).


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1914 (Nr. ?, S. 53; Nr. 6/7, S. 79)

- Kölnische Zeitung vom 06.04.1914

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22. Planung Bismarckturm Löwenberg

Auf Einladung des Landrats Graf Friedrich Wilhelm zu Limburg-Stirum (*1871-†1951) versammelten sich im Jahr 1914 Bismarck-Verehrer im Kreisständehaus, um zum Projekt eines Bismarckturms Stellung zu nehmen. Nach allgemeiner Zustimmung zum geplanten Bismarckturm wurde aus der Versammlung heraus ein Komitee von 17 Personen aus allen Teilen des Kreises gebildet, welches die Vorarbeiten leisten sollte.

Es wurden drei mögliche Bauplätze diskutiert, die Welkersdorfer Höhe, die Höhe von Hüfdorf (?) und die Höhe von Niemendorf in der Nähe der Talsperre.

Es wurde bestimmt, dass der Turm auf der Höhe von Niemendorf errichtet wird. Grundstück und Rohmaterial wurden dem Komitee vom Grundstückbesitzer, Herrn Sabarth, kostenlos überlassen. Die Gesamtkosten für den Turm wurden auf 30.000 Mark geschätzt. Die Gelder sollten durch Spenden (Gemeinden, Gutsbezirke und Bürger) zusammenkommen.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1914 (Nr. ?, S. 53; Nr. 6/7, S. 79)

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23. Planung Bismarckturm Lyck

Oberlehrer Dr. Scheffler regte am 27.01.1904 an, auf dem Monker Berg in Lyck einen Bismarckturm zu errichten. Es wurden Spendengelder gesammelt, bis zum Frühjahr 1912 kamen 4.315,75 Mark zusammen.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1904 (Nr. 6, S. 3; Nr. 11/12, S. 10); Jg. 1912 (Nr. 6, S. 77)

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24. Planung Bismarckturm Marienwerder

Vor 1914 bildeten Bismarck-Verehrer einen Turm-Ausschuss und sammelten für den Bau eines Bismarckturms in Marienwerder. Bis zum Frühjahr 1914 wurden insgesamt über 12.000 Mark an Spendengeldern erzielt.

Bis zum 01.06.1914 wurde ein Preisausschreiben für deutsche Architekten zur Erlangung eines geeigneten Turm-Entwurfs durchgeführt. Insgesamt wurden 117 Entwürfe (nach Angaben der Baugewerkszeitung 311 Entwürfe) eingereicht. Das Preisgericht wählte als ersten Preis (mit 500 Mark dotiert) den Turm-Entwurf von A.O.E. Gothe aus Hannover-Döhren. Dieser Entwurf sollte auch ausgeführt werden. Die Einweihung des Turmes sollte am 01.04.1915 erfolgen.


Beschreibung des projektierten Turmes: Ein 20 m hoher, massiver Aussichtsturm mit Befeuerungsmöglichkeit, welcher aus Feldsteinen (schwedischen Granitfindlingen) errichtet werden sollte. Durch das Eingangsportal gelangt man in eine 24 m² große Halle mit einfachem Kuppelgewölbe. Eine 1 m breite Treppe führt in das Geschoss unterhalb der Aussichtshalle. Die Halle kann durch eine 0,90 m breite Wendeltreppe erreicht werden. Über mehrere Ausritte gelangt man an Aussichtsbalkone, die eine Fernsicht gestatten. Am Turmkopf ist eine nach unten feuersicher abgewölbte Feuerstätte angebracht.

Das Portal und das angebrachte Bismarck-Relief sollen in Sandstein ausgeführt werden.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 194 (Nr. 6/7, S. 79)

- Deutsche Bauzeitung 1914, S. 296

- Baugewerkszeitung, 47. Jg. 1915, Nr. 5/6 vom 16.0.1915 und Nr. 7/8 vom 23.01.1915

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25. Planung Bismarckturm Mewe

Bereits im Jahr 1899 gab es erste Planungen zum Bau eines Bismarckturmes in Mewe. Hierfür wurden insgesamt 1.200 Mark gesammelt.

Rentner Jacke aus Mewe rief Ende 1913 zwecks Erneuerung der Planung eines Bismarckturmes für Mewe eine Versammlung ein. Der geplante Turm sollte Mittelpunkt nationaler Feiern für Mewe und Umgebung sein.

Aus der Versammlung heraus wurde ein Werbe- und Arbeitsausschuss gebildet und es wurden Beträge in Höhe von knapp 2.000 Mark gezeichnet.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1914 (Nr. 1, S. 11)

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26. Planung Bismarckturm Mogilno

Beim Kaiser-Geburtstags-Festessen Anfang 1905 planten Bismarck-Verehrer den Bau eines Bismarckturmes für Mogilno und legten den Grundstock für einen Turmbaufonds in Höhe von 200 Mark an. Weitere Geldsammlungen folgten, u.a. eine Festtafel zum Besten des Bismarckturms im Januar 1907, veranstaltet von Landrat Friedrich Conze (Gesamtsumme: 231 Mark).


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 5, S. 6; Nr. 8, S. 10); Jg. 1907 (Nr. 5, S. 70)

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27. Planung Bismarckturm Osterode

Am 01.04.1902 wurde in Osterode ein Bismarckturm im Stadtpark am Drewenz-See eingeweiht.

Die Ortsgruppe Osterode des Deutschen Ostmarkenvereins (322 Mitglieder) unter Vorsitz von Superintendent Stange plante Anfang 1909, einen Bismarckturm in der Nähe des Schlachtfeldes auf den Kernsdorfer Höhen [Anm.: Schlacht bei Tannenberg 1410, im Jahr 1910 war der 500. Jahrestag dieser Schlacht], etwa 12 km südlich von Osterode, zu errichten.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1909 (Nr. 4, S. 66)

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28. Planung Bismarckturm Pelplin

Bismarck-Verehrer planten vor 1914, einen Bismarckturm in Pelplin zu errichten. Im Frühjahr 1914 war eine Lotterie zur Finanzierung des Turmprojektes geplant.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1914 (Nr. 6/7, S. 80)

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29. Planung Bismarckturm Pyritz

Die Ortsgruppe Pyritz des Pommerschen Vereins plante im Jahr 1911 die Errichtung eines Bismarckturmes in Pyritz auf den Megower Bergen.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 9, S. 168)

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30. Planung Bismarckturm Rawitsch

Am 01.04.1903 planten Bismarck-Verehrer in Rawitsch den Bau eines Bismarck-Standbildes. Auf einer öffentlichen Bürgerversammlung im Jahr 1904 wählte man einen Denkmal-Ausschuss, bestehend aus 32 Mitgliedern. Nun wurde geplant, auf dem Markt einen Bismarck-Monumentalbrunnen zu bauen.

Am 10.10.1903 veröffentlichte der Ausschuss einen Aufruf, um Spendenmittel zu gewinnen. Der Ausschuss konnte sich zunächst nicht einigen, ob man den Bismarck-Brunnen oder eine Bismarcksäule in Rawitsch errichten wollte.

Am 08.01.1905 wurden im alten Gymnasium mehrere Entwürfe für ein Bismarck-Denkmal ausgestellt. Der Baufonds war auf 4,900 Mark gewachsen, die Baukosten sollten 10.000-15.000 Mark betragen.

Im Jahr 1905 spendete die Freiwillige Feuerwehr und der Deutsche Ostmarkenverein je 50 Mark für das Denkmal.

Letztendlich einigte sich der Ausschuss auf den Bau eines Bismarckturms, der auf dem Mühlenberg gebaut werden sollte. Der Baufonds war Anfang 1912 auf 7.923,55 Mark angewachsen. Zwei verschiedene Ansichtskartenmotive mit dem projektierten Bismarckturm in Rawitsch wurden "zum Besten des Bismarckturms" herausgegeben.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1903 (Nr. 1, S. 3); Jg. 1904 (Nr. 11/12, S. 9); Jg. 1905 (Nr. 2, S. 5; Nr. 5, S. 5; Nr. 8, S. 9); Jg. 1912 (Nr. 6, S. 79)

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31. Planung Bismarcksäule Schweidnitz

Bismarck-Verehrer in Schweidnitz beschlossen im Jahr 1899, ein Bismarckdenkmal in Gestalt einer Gedenksäule - in Form der Bismarcksäule in Wittmar bzw. der Bismarcksäule in Rostock [Anm.: Entwurf "Götterdämmerung" von Architekt Wilhelm Kreis] - zu errichten.


Quellen

- Illustrirte Zeitung vom 24.08.1899

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32. Planung Bismarckturm Schwetz an der Weichsel

Landrat Hans Grashoff (*1862-†1938) des Kreises Schwetz regte am 01.04.1900 den Bau eines Bismarckturmes für Schwetz an. Kurz darauf wurde ein Denkmalkomitee zur Errichtung eines Bismarckturmes in Schwetz unter Vorsitz von Landrat Grashoff gebildet.

Als Standort wählte man die Marienhöhe mit Ausblick auf das Weichseltal aus. Architekt Friedrich Möller aus Berlin (Architekt des Bismarckturms auf dem Knivsberg in Dänemark) wurde beauftragt, einen Entwurf zu erstellen. Nach Fertigstellung des Entwurfs wurde festgestellt, dass die Ausführung eines solchen Turmes "nach den Verhältnissen zu teuer" sei. Der Entwurf von F. Möller wurde als Grundlage für einen neuen, einfacheren Entwurf genommen. Der Turm sollte eine Höhe von 20-25 m erreichen, als Feuersäule und als Aussichtsturm dienen. Die Kosten wurden auf 15.000-20.000 Mark geschätzt.

Aufgrund zu knapper finanzieller Mittel wurde die vor 1913 geplante Grundsteinlegung sowie der Baubeginn immer wieder hinausgeschoben.

Im September 1913 wurde mit dem Bau des Turmes begonnen, Bauunternehmer Eichhorst aus Prust wurde mit der Bauausführung beauftragt. Die Maurerarbeiten sollten durch Maurermeister Joh. Czajkowsli aus Grutschno unentgeltlich ausgeführt werden. Die Granitwerkstücke wurden von der Fa. Böttcher in Posen übertragen.

Der Baufonds betrug Anfang 1914 insgesamt 7.300 Mark.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges Ende Juni 1914 war der Turm bereits auf 10 m Höhe gebaut worden. Die Turmruine wurde im Jahr 1920 von den Polen abgebrochen. Das Baumaterial wurde abgefahren und für andere Zwecke verwendet.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1913 (Nr. 5, S. 77); Jg. 1914 (Nr. 6/7, S. 80)

- Stadtarchiv Weißenfels, Akte A II 10 745

- Ehrhardt, Max: Bismarck im Denkmal des In- und Auslandes, Thüringische Verlags-Anstalt Eisenach-Leipzig, 1903, Nr. 98 "Die Bismarck-Säule zu Schwetz an der Weichsel"

- von Bismarck, Valentin: Bismarck-Feuersäulen u. Türme (unveröffentlichtes Manuskript); Nr. 209 "Bismarck-Feuersäule zu Schwetz/a. Weichsel", 1900-1915, 1937 (im Archiv der Burschenschaft Alemannia, Bonn)

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33. Planung Bismarckturm Seidenberg

Bismarck-Verehrer planten Ende 1912/Anfang 1913 den Bau eines Bismarckturms auf dem Gelände des Jakob-Böhme-Vereins, direkt am Burgberg in Seidenberg.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1913 (Nr. 2, S. 26)

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34. Planung Bismarckturm Soltnitz (bei Neustettin)

Am 21.06.1908 fand unter "sehr großer Beteiligung" eingeladener Gutsbesitzer der Umgebung, des Gesangs- und des Schützenvereins die Grundsteinlegung des von Herrn Kraus aus Soltnitz geplanten Bismarckturmes in Soltnitz statt.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1908 (Nr. 7, S. 113)

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35. Planung Bismarckturm Strasburg in Westpreußen

Im Jahr 1911 wurde in Strasburg in Westpreußen von Bismarck-Verehrern ein Bismarckturm-Verein gegründet, um in Strasburg einen Bismarckturm zu errichten. Der Verein plante, die finanziellen Mittel für den Turmbau durch Sammlungen, Stiftungen und Mitgliedsbeiträge aufzubringen. Die Einweihung des Bismarckturmes sollte am 01.04.1915 stattfinden. Die Kosten sollten rund 7.000 Mark betragen, das Baumaterial für den Turm (Findlingssteine) wurden unentgeltlich von den Eigentümern der Steine geliefert.

Anfang 1914 wurde vom Ortsverein Strasburg des Deutschen Ostmarkenvereins ein Bismarck-Kommers durchgeführt. Landrat Raapke konnte bei einer durchgeführten Sammlung 60 Mark dem Turmbaufonds zusteuern.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 7, S. 135); Jg. 1914 (Nr. 4/5, S. 55)

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36. Planung Bismarckturm Strelno

Auf einer Bismarck-Feier in Strelnow am 01.04.1905 planten Bismarck-Verehrer nach Anregung von Forstmeister Heym, im Kreis Strelno einen Bismarckturm zu errichten.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10)

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37. Planung Bismarckturm Striegau

Bürgermeister Fritz Preuß (Ratsassessor aus Dresden) regte im Frühjahr 1905 die Errichtung eines Bismarckturmes in Striegau an.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1905 (Nr. 8, S. 10)

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38. Planung Bismarckturm Tarnowitz

Bürgermeister Otto regte im Frühjahr 1914 den Bau eines Bismarckturmes in Tarnowitz an. Der Turm sollte auf den Höhen vor dem Dorf Alttarnowitz errichtet werden.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1914 (Nr. 6/7, S. 81)

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39. Planung Bismarckturm Winzig bei Wohlau

Anfang 1909 planten Bismarck-Verehrer die Errichtung eines Bismarckturmes für den Kreis Wohlau. Es wurde ein Ausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Krause aus Winzig gebildet. Vorsitzender des Ehrenausschusses war Landrat Dr. von Engelmann. Am 19.05.1909 erfolgte ein "Aufruf zur Errichtung eines Bismarckturmes für den Kreis Wohlau im hiesigen Lustwalde".

Ein Wohltätigkeitsbasar am 10.06.1909 erzielte 1.050 Mark zum Besten des geplanten Bismarckturms.

Das Bauwerk sollte im Stadtwald von Winzig gebaut werden und am 01.04.1915 eingeweiht werden.

Der Ausschuss veröffentlichte bis 1913 eine Ansichtskarte "Gruss aus Winzig", die den Bismarckturm in Mülheim an der Ruhr zeigte.


Quellen

- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1909 (Nr. 6, S. 96)

- Schubert, Heinrich: "Chronik der Stadt Winzig", Fritz Petzold Verlag 1914, S. 107


Kleine Bildauswahl geplanter Bismarcktürme in Polen

Ansichtskartenmotiv geplante Bismarcksäule Berent bei Karthaus 1902 (Architekt Friedrich Möller aus Berlin)

Ansichtskartenmotiv geplanter Bismarckturm in Liegnitz (undatiert)

Foto Fundament geplanter Bismarckturm Berent (Turmberg) am 24.05.1993

Foto Fundament geplanter Bismarckturm Berent (Turmberg) am 24.05.1993

Ansichtskartenmotiv geplanter Bismarckturm Marienwerder undatiert

Ansichtskartenmotiv geplanter Bismarckturm Rawitsch undatiert

Ansichtskartenmotiv geplanter Bismarckturm in Schwetz undatiert

Ansichtskartenmotiv geplanter Bisamrckturm in Winzig bei Wohlau 1913 (Übernahme eines AK-Motives des Bismarckturmes Mülheim an der Ruhr