Bismarckturm-Planungen Frankreich
Drei nicht realisierte Bismarckturm-Projekte
Auf dem heutigen Gebiet von Frankreich (im Norden) wurden drei Bismarcktürme errichtet bzw. zu einem Bismarckturm umbenannt. Drei geplante Bismarcktürme wurden nie realisiert:
- Buschweiler
- Forbach
- Straßburg
Nähere Angaben zu den Bismarckturm-Projekten in Frankreich
Von Buschweiler bis Straßburg
1. Planung Bismarcksäule Buschweiler
Anfang 1900 bildeten Bismarck-Verehrer aus Buschweiler einen "Ausschuss zur Errichtung einer Bismarck-Feuersäule auf dem Bastberg bei Buschweiler". Ziel war die Errichtung der ersten Bismarck-Feuersäule im Reichsland [Anm.: Elsaß-Lothringen]. Je nach Höhe der gesammelten Spenden sollte die befeuerbare Säule 6 m (4.000 Mark) bis 18 m hoch (24.000 Mark Kosten) gebaut werden. Unterzeichnet war der Aufruf vom Abgeordneten Bargmann (Kaiserlicher Oberförster) und Dr. Scheele (Oberlehrer am Gymnasium zu Buschweiler).
Quellen
- Schreiben des "Ausschusses für die Errichtung einer Bismarck-Feuersäule auf dem Bastberg bei Buschweiler" vom 14.02.1900
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2. Planung Bismarckturm Forbach
Vor 1911 bildeten Bismarck-Verehrer in Forbach unter Vorsitz von Kommerzienrat Gustav Adt einen Ausschuss zur Errichtung eines Bismarckturmes in Forbach. Geplant war eine 25 m hoher Bismarckturm, der auf der Höhe des Kreuzberges (390, 2 m über NN) zwischen der Stadt Forbach und dem Spicherer Schlachtfeld errichtet werden sollte. Das Bauwerk sollte auch als Aussichtsturm dienen. Architekt Hoffmeister aus Forbach hatte einen Entwurf erstellt, die Baukosten sollten 15.000-18.000 Mark betragen.
Im Sommer 1911 stellte der Ausschuss fest, dass "die recht bedeutenden Summe durch Sammlung von freiwilligen Beiträgen ausschließlich in den betreffenden Landkreisen ganz unmöglich ist, da ein großer Teil der Bevölkerung der Errichtung eines Bismarck-Turmes wenig Interesse entgegenbringe". Daher rief der Ausschuss alle national gesinnten Kreise aus Altdeutschland zu Spenden auf.
Ein Bismarckturm wurde in Forbach nie errichtet. Auf dem Schlossberg in Forbach wurde um 1914 an einer Mauer der Burg Schlossberg ein großes Bismarck-Relief angebracht.
Quellen
- Zeitschrift des Bismarck-Bundes, Jg. 1911 (Nr. 3, S. 57/58)
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3. Planung Bismarcksäule Straßburg
Die Deutsche Studentenschaft beschloss am 03.12.1898 auf der Hamburger Tagung der deutschen Hochschulen die "Errichtung von Bismarcksäulen". Aus eigenen Mitteln plante die deutsche Studentenschaft den Bau von zwei Bismarcksäulen, die erste Bismarcksäule in Friedrichsruh, die zweite in Straßburg.
Während die Bismarcksäule bei Friedrichsruh in den Jahren 1901-1903 erbaut wurde (Einweihung am 21.06.1903), gingen die Pläne für Straßburg nicht über ein Bauvorhaben hinaus. Im Sommersemsester 1899 wählte der Ausschuss der Studierenden eine Kommission für die Straßburger Bismarcksäule.
Nach Angaben der Studenten (hier: Verband der Vereine Deutscher Studenten, VdSt) gab es bei den Studenten in Elsass-Lothringen "keine volkhaften Anschauungen und Bestrebungen" der "neuen Generation" wie in den anderen deutschen Universitäten. Zwischen den reichsdeutschen und den reichsländischen Studenten sei der "Wall" nicht zu durchbrechen.
Die Bismarcksäule in Straßburg wurde nie errichtet.
Quellen
- Zirlewagen, Marc: "Sinnbild der Einheit Deutschlands - Die Bismarcksäule auf der Rothenburg bei Kyffhäuser", BoD 2014, S. 93-94
- "100 Jahre Vereinigung Hamburger Akademikerverbände - Akademischer Bismarckausschuss 1903-2003", Broschüre, ohne Datum und Verlag
- Akademische Blätter, Zeitschrift des Kyffhäuser-Verbandes der Vereine Deutscher Studenten, 14. Jg. (Nr. 6 vom 16.06.1899)
Kleine Bildauswahl geplanter Bismarcktürme in Frankreich

Ansichtskartenmotiv projektierter Bismarckturm in Forbach (wurde nie errichtet)

Ansichtskartenmotiv Bismarck-Relief an Mauer Schlossberg um 1914 (Bismarckturm wurde nie errichtet)
